Eine neue Lösung für ein altes Problem: Schräglagerung.

Ein Dekubitus ist eine durch Ernährungsmangel entstandene Wunde. Stellen Sie sich vor, eine kleine Ortschaft wäre für lange Zeit total von der Außenwelt abgeschnitten. Die Einwohner müßten verhungern.

Überall da, wo beim Menschen die Knochen dicht unter der Haut liegen und das Gewicht darauf drückt, ergibt sich eine ähnliche Situation. Der anhaltende Druck auf die Hautzellen bewirkt, daß das Blut keine Nahrungsmittel zu den Zellen transportieren kann. Dauert dieser Zustand länger als zwei Stunden an, beginnen die betroffenen Zellen abzusterben. Zunächst zeigen bleibende rote Stellen an, daß eine Schädigung des Gewebes eingetreten ist. Spätestens jetzt müssen geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um die künftige Ernährung der geschädigten Zellen zu sichern.

Es ist Aufgabe einer guten Pflege, durch Druckentlastung dafür zu sorgen, daß das unterversorgte Gewebe wieder an den Blutkreislauf angeschlossen wird.

Sichere Entlastung erreicht man durch häufigen Seitenlagewechsel und nicht durch Salben. Die beste Hautcreme kann keine Druckentlastung bewirken. Sie hilft der Haut äußerlich, was auch sehr nötig ist. Aber wenn sich ein Dekubitus ersten Grades zeigt, muß zur guten Hautpflege stündlicher Lagewechsel hinzukommen. Sie fragen: stündlich? Ja, in der Tat! Sie haben richtig gelesen. Der zweistündige Wechsel reicht für die Prophylaxe aus. Sobald aber die roten Stellen nicht mehr verschwinden, muß stündlich gelagert werden. Denn nach zwei Stunden Ernährungsstop sind alle Reserven in der Zelle aufgebraucht, und ihr Lebenslicht beginnt zu erlöschen. Deshalb frühzeitig für Nachschub sorgen! Mit dem Essen wird ja auch nicht gewartet, bis alle Reserven aufgebraucht sind.

Ein Versorgungsdefizit kann auch entstehen, wenn kein äußerer Druck die Zufahrtswege zu den Zellen blockiert. Dies ist dann der Fall, wenn das Blut zu wenig Nährstoffe enthält. Häufig ernähren sich ältere, alleinstehende Menschen zu einseitig und trinken nicht genug. Kommt dann Bettlägerigkeit hinzu, ist die Dekubitusgefahr besonders groß.

Und nun zur Lagerung: Die einfachste und für den Kranken schonendste Maßnahme ist die 30-Grad-Seitenlagerung. Dabei wird der Patient soweit zur Seite gedreht, daß sein Gewicht auf der Fläche zwischen Steiß und Beckenrand liegt, wo nämlich die Knochen nicht so dicht unter der Haut liegen. Diese leichte Druckverlagerung reicht aus, wenn die Seite häufig genug gewechselt wird. Viele Pflegekräfte möchten für eine bessere Druckentlastung den Patienten lieber ganz auf die Seite legen. Dabei besteht aber die Gefahr, daß der Patient zusätzlich einen Dekubitus im Hüftbereich entwickelt, wohl möglich noch an beiden Seiten. Deshalb gilt für den Lagewechsel: Leichte Neigung, dafür aber öfter.

Mit DoLuK ist der Lagewechsel kinderleicht zu machen!